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Liebe Besucher,

Sicherlich wollen Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben ! Keine Kurzbiographie vermag den unmittelbaren persönlichen Eindruck zu ersetzen – dennoch hilft ein Lebenslauf, mögliche Projekt- oder Geschäftspartner einzuschätzen. Auch dazu sollen die folgenden Angaben zu meiner Person dienen.

Das Licht der Welt habe ich Ende der 60er Jahre in Prizren erblickt. Damals gehörte das Kosovo noch zu Jugoslawien, und damals regierte noch Tito den Vielvölkerstaat. Seitdem hat sich vieles geändert ! Das ehemalige geeinte Balkanland hat nach mehreren leidvollen Kriegen aufgehört, in seiner bisherigen Form zu existieren. Es sind ihm die heutigen Staaten Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Slowenien – und eben das Kosovo – gefolgt. Letzteres ist seit 2008 ein unabhängiger Staat.

Aber zurück zu mir : Meine Familie ist eine Großfamilie, die der ethnischen Minderheit der Roma angehört. Damals machten die Roma noch ca. 8 - 10% der Bevölkerung des Kosovo aus, das zu jener Zeit den Status einer autonomen Provinz hatte. Heute wird der Anteil der Roma mit ca. 35.000 Angehörigen dieser Minderheit auf ca. 2% der einheimischen Bevölkerung geschätzt. Dabei sind die im Ausland lebenden kosovarischen Roma – wie ich eine bin – noch nicht eingerechnet.

Meine Kindheit ist sehr glücklich verlaufen. Ich bin in wirtschaftlich gut geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Neben meiner sozusagen natürlichen Muttersprache Romanes habe ich auch Albanisch, Serbo-Kroatisch und Türkisch als umgebende Muttersprachen in Wort und Schrift gelernt. Wie jedes Kind habe ich die staatliche Schule besucht, wobei ich eine begeisterte Schülerin war. Folgerichtig habe ich meine Schulausbildung einschließlich der zugehörigen Berufsausbildung mit 19 Jahren erfolgreich abgeschlossen habe. Damit stand mir der Weg auf die Universität offen, und den habe ich als eines der ganz, ganz, ganz wenigen Roma-Mädchen an der Universität Prishtina beschritten.

Halten wir noch einen kurzen Moment in den schönen Jahren meiner Kindheit und Jugend inne : als Klassen- und Schulsprecherin war ich ständig unterwegs, um für die Belange meiner Mitschülerinnen und Mitschüler und jene meiner Schule, der Mustafa-Bakia-Schule, einzutreten. Schon damals habe ich Musik- und Kulturfestivals organisiert, z.B. im Rahmen des Schuljahrestages sowie von Kultur-Vereinen. Später habe ich diese Aktivitäten im Rahmen des traditionellen Internationalen Roma-Tages am 8. April oder anlässlich von Roma-Hochzeiten fortgesetzt. Auch bei Rezitationen, Choreographien, öffentlichen Aufführungen aller Art habe ich mich eingebracht – und es hat mir Spaß und Freude gemacht ; für’s Leben – bis heute !!! Dazu aber gleich mehr ....

Die Ereignisse der frühen 90er Jahre sowie persönliche Umstände haben dazu geführt, dass ich mein Studium nicht mehr abschließen konnte. Mein Lebensweg führte mich stattdessen nach Deutschland. Dort taten sich zwar unzählige Perspektiven auf, zugleich waren aber mindestens genauso viele Herausforderungen zu bewältigen. Das begann natürlich mit der Sprache, setzte sich über die Anerkennung meiner Abschlüsse fort und schien zunächst kein Ende nehmen zu wollen.

Irgendwann war es aber soweit. Da ich nicht als Asylbewerberin nach Deutschland gekommen war, fand ich schnell Arbeit und lernte zügig deutsch. Sobald mein heimischer Schulabschluss als Fachabitur anerkannt war, nahm ich eine mehrjährige Berufsausbildung auf und schloss sie 2002 erfolgreich ab. Zu keinem Zeitpunkt seit meiner Ankunft in Deutschland war ich arbeitslos. Das macht mich stolz und motiviert mich, stets das Beste aus mir herauszuholen. In diesem Sinne sind auch die Zusatzqualifikationen im Bereich Sport und Gesundhiet zu sehen, die ich im Zeitraum 2012 bis 2015 erworben habe. Seit nunmehr fast 20 Jahren besitze ich die deutsche Staatsangehörigkeit. Ich bin glücklich, hier zu leben und zu arbeiten, im festen Gefühl, voll integriert zu sein. Und ich versuche aktiv, meinen Beitrag zu leisten zu einer friedlichen, pluralistischen, freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaft.

Dazu setze ich mich gesellschaftlich ein und drücke mich künstlerisch in vielfacher Weise aus. Engagement für ausgewogene Integration der Roma in Deutschland, Motivierung meiner Ethnie zu mehr Eigenleistung, Teilnahme am interkulturellen Dialog – insbesondere in den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Gesundheit – sind meine Hauptanliegen als aktive deutsche Staatsbürgerin und zugleich ihrer Identität voll bewußte und stolze Romni. Dazu habe ich auch den Verein « Die Chance e.V. » gegründet, deren Vorsitzende ich bin. Konkrete Projektarbeit – ergänzt um intensive Vortragstätigkeit – ist mir ganz, ganz wichtig, denn ich halte sie für eine der besten Möglichkeiten, gezielt und fokusiert klar definierte und meßbare Erfolge zu erzielen.

Als Künstlerin widme ich mich vor allem der Fotographie und Malerei. Aber es gibt kaum einen Kunstbereich, dem meine Passion als Künstlerin nicht auch gelten würde. Musik und Tanz seien hier ebenfalls eigens erwähnt. Und natürlich die Literatur.

Denn als Autorin versuche ich, beides – gesellschaftliches bzw. gesellschaftspolitisches sowie künstlerisches Engagement – miteinander zu verbinden. Von diesem Bestreben zeugt mein im April 2017 erschienenes Buch « Romani Rose – Ein Leben für die Menschenrechte ». Es handelt sich dabei um die erste Dokumentation des Lebenswerkes von Romani Rose, dem Mit-Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, sowie der Bürgerrechtsarbeit Deutscher Sinti und Roma, geschrieben von einer Romni und ausgestattet u.a. mit einer Vielzahl eigener Fotos.

Kunst und zugleich gesellschaftliches Engagement ; deutsche Staatsbürgerin und zugleich ihrer ethnischen Identität bewußte Romni ; Brückenbauerin unter Verwendung des konstruktiven Dialogs und der umfassenden künstlerischen Gestaltung als Ausdrucksmittel – das ist es, was mich ausmacht, das ist es, wofür ich stehe, das ist es, wofür ich eintrete.

Seit Ende 2017 bilde ich, gemeinsam mit Jane Simon sowie Daniel Strauß, den Vorstand der Hildegard Lagrenne Stiftung.

Das ist es auch, Liebe Besucher, was ich Ihnen als Projekt- und Geschäftspartnerin anbiete. Nun ist es an Ihnen, zu entscheiden, ob Sie den nächsten Schritt unternehmen wollen, wenn Sie an der Ausgestaltung weiterer Projektpartnerschaften und Geschäftsbeziehungen mit mir Interesse gewonnen haben sollten ! Ich würde mich freuen, auf dieser Grundlage von Ihnen zu hören. Weitere Einzelheiten zu meinen Aktivitäten finden Sie unter der jeweiligen Rubrik auf den folgenden Seiten meiner Webseite.

Viel Freude weiterhin beim Durchstöbern meiner Webseite !!!